Akkordeon-Orchester Tennenbronn

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Akkordeon in Concert 2018
Im April gab es Schlager, Evergreens und Modernes für die Ohren!
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Musikzauber 2017

Mit dem Projektchor "Just Singing" gestalteten wir vor großem Publikum ein wunderschönes Konzert!
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Musikalischer Weintreff
Die Sonne lachte vom Himmel bei unserem gemütlichen Nachmittag mit Wein & Musik.
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Knöpflespieler online
Unsere Knöpflespieler haben inzwischen ihren eigenen Internetauftritt!
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Rückblick: Das 75-jährige Jubiläum

Zwei Abende in der Festhalle mit Musik vom Feinsten – das Akkordeonorchester mit Trachtengruppe Tennenbronn feierte seinen 75. Geburtstag.

„Schee war’s bei Eich!“ – ein größeres Lob an das Publikum kann eine Band eigentlich nicht machen. Die acht Musiker von „Querbeet“ spielten alles, was ihnen Spaß machte. Und – weil es ihnen Spaß machte. Genau dies übertrug sich auch am Freitagabend auf die Zuhörer, die die Vollblut-Musiker am liebsten gar nicht mehr von der Bühne lassen wollten. Buntgemischt waren die Titel – Name ist Programm – vom Chanson über Blues-Klassiker bis zu aktuellen Liedern.

Zuvor waren „Newcomer“ auf der Bühne – mit „Section of Sound“ präsentierte sich eine junge Band mit fünf talentierten Musikern um Simon Günter. Die Zuhörer erlebten eine besondere Mischung aus rockigen Titeln und ruhigen, schönen Balladen, alle Songs selbstgeschrieben und mit Sängerin Sandra Loche wunderbar interpretiert.

Eine Musikalische Feierstunde bildete am Samstag den Rahmen für Ehrungen langjähriger verdienter Mitglieder. Die Vorsitzende Susanne Günter konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter auch die zwei Gründungsmitglieder Oskar Fleig und Erich Moser. Eingefunden hatten sich auch zwei Töchter und ein Enkel des  Dirigenten Eugen Kopp, der den Verein am 28. August 1935 gegründet hatte.
In seinem Grußwort ging Oberbürgermeister Dr. Zinell auch auf die Geschichte des Vereins ein. Vom kleinen Handharmonika-Klub in den Dreißigern wandelte sich der Verein in eine rührige Truppe, die sich mit der Gründung der Trachtengruppe 1970 und der Durchführung der Heimatabende um den Tourismus in Tennenbronn verdient gemacht hatte. Mit dem Rückgang der Besucherzahlen bei diesen Abenden ließ sich der Verein immer wieder Neues einfallen, so sind heute das Heugausfest und das Weinfest mit Knöpfle-Spieler-Treffen fester Bestandteil des Vereinsgeschehens.
Auch der Sprecher des Deutschen Harmonikaverbandes, Bezirk RW-FDS,  Artur Wollensak überbrachte in seinem Grußwort die Glückwünsche an den Verein.  Besonders hob er die langjährigen Amtszeiten von Ex-Dirigent Walter Haas und Ex-Vorsitzendem Erich Götz heraus. Wolfgang Köser überbrachte die Glückwünsche der örtlichen Vereine.

Hochkarätige Ehrungen durch den DHV durfte nun Artur Wollensak vornehmen. Karl Götz erhielt die silberne Verdienstnadel für 40 Jahre aktives Musizieren, für 50 Jahre erhielt Bernd Laufer die Verdienstnadel in Gold.
Daraufhin nahm die Vereins-Vorsitzende Ehrungen langjähriger Mitglieder vor:
Als „25-Jährige“ sind nun Petra Kieninger und Roland Staiger Ehrenmitglieder. Für 40 Jahre Vereinstreue überreichte Susanne Günter jeweils eine Urkunde und einen Geschenkkorb an Erika Breithaupt, Rosemarie Fichter, Hans und Maria Stockburger und an Dietmar Neugart. Ebenso übergab sie einen Geschenkkorb an Karl Götz, der als Bewirtschafter tätig ist und an Artur Schweizer, dem „Mann am Mikro auf und hinter der Bühne“. Für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit durfte sie Adolf Moosmann ehren und ihm ebenfalls einen Geschenkkorb überreichen. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom „Ensemble Espressivo“.

Das sich anschließende Jubiläumskonzert wurde vom „Orchesterle“ unter der Leitung von Sarah Staiger eröffnet. Mit „Starter Kids II“ in drei Sätzen und „Der kleine Muck“ spielten sich die jüngsten Musiker sofort in die Herzen der Zuhörer.
Mit der „Ouverture Caprice“ stellte sich daraufhin das Gastorchester aus Locherhof vor. Unter der Leitung von Uwe Rapp verzauberten die Spieler mit großem technischem Können und großer Feinfühligkeit das Publikum auf ganzer Linie. Mit rasanten Klängen in  „Valse espagnole“ entführten die Musiker die Zuhörer nach Spanien. Und wer kennt sie nicht, die Lieder von „Toto“: „Africa“ und „Rosanna“ hatten die Spieler mitgebracht. Mitgebracht hatten sie auch einen Geschenkkorb für das „Geburtstagskind“, der von Rudi Staiger überreicht wurde. Vier Solisten des Locherhofer Orchesters ließen bei den lateinamerikanischen Rhythmen in „Saudades do Rio“ die Finger über die Tasten tanzen. Mit dem Kult-Klassiker „Music“ von John Miles und einer Zugabe verabschiedeten sich die Locherhofer Musiker von einem begeisterten Publikum.

Daraufhin nahm das „Jubelorchester“ selbst auf der Bühne Platz. Vielseitigkeit bewies die Dirigentin Sarah Staiger bei der Stückeauswahl, der Bogen war von der Schweiz nach Schottland und in die USA gespannt. Bei der „Schweizerischen Rhapsodie“ meinte man Jodelklänge und einen Sonnenaufgang in den Bergen zu erleben. Vor dem inneren Auge sah man das schottische Hochland und tanzende Landleute bei der „Schottischen Impression“. Die Tragödie von Romeo und Julia wurde bei der „West Side Story“ von Leonard Bernstein in das New York der 50er-Jahre übertragen. Einen absoluten Glanzpunkt setzte die in Japan geborene Mundharmonika-Spielerin Naoko Nebl. Hingerissen lauschte das Publikum den zarten Klängen der Solistin, dezent begleitet vom Orchester bei „Tanti anni prima“, einem Werk von Astor Piazzolla. Die international erfolgreiche Spielerin ließ es sich nicht nehmen, noch eine Kostprobe ihres Könnens darzubieten und zauberte atemberaubende Klänge aus ihrem kleinen Instrument.
Zum guten Schluss des gelungenen Konzertes nahm der „Funtasti-Chor“ aus Mariazell den Platz hinter dem Orchester ein. Unvergessen bleibt die Gruppe „Queen“ und unvergessen die „Bohemian-Rhapsody“ von Freddie Mercury. Das Orchester wurde bei diesem Stück, das alle Merkmale einer klassischen Rhapsodie aufweist, von Reinhard Günter an der E-Gitarre und dem Chor unterstützt, den Solopart am Klavier übernahm Miriam Kilian.
Mit einer Melodie, „die wohl jeder kennt“ (Die Maus) verabschiedete sich das Orchester von den begeisterten Zuhörern.
Vor der Zugabe hatte sich Susanne Günter bei den Solisten, dem Chor, dem Gastorchester, den „Aushilfsspielern“ Rudi Staiger und Gerald Haas, allen Helfern und dem aufmerksamen Publikum bedankt.

 

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